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Aloe Life Magazin 06

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Nach einem weiteren

Nach einem weiteren Eingriff, bei dem der Port für die Chemotherapie platziert wurde, begann dann die Chemotherapie für Laura. Sie war über die vielen Nebenwirkungen der Therapie informiert und war bereit, die körperlichen Herausforderungen auf sich zu nehmen. Der Gedanke jedoch, ihre Haare zu verlieren, war sehr schwer zu verkraften. „Ich glaube, das war schlimmer für mich als die Brustamputationen“, erinnert sich Laura. „Ich weiß nicht genau warum. Aber ich musste tun, was ich tun musste. Also übernahm ich die Kontrolle und ließ einen Freund meinen Kopf rasieren!“ Sie und Nick gingen gemeinsam zu einem Perückenladen. Der Laden erinnerte sie an den Kostümschrank aus den Theatershows der Kinder. Laura weinte während des ganzen Besuchs dort. „Aber Nick war bei mir und sagte mir, dass ich wunderschön sei. Das brachte mich noch mehr zum Weinen“, erzählt Laura. „Ich wählte eine Perücke, die meiner vorherigen Frisur sehr ähnlich war. Die Perücke war ein bisschen lockig und sehr süß. Wir nannten sie Stella. Warum genau wir ihr einen Namen geben wollten, weiß ich nicht. Wir taten es einfach.“ Diese Momente des spontanen Humors und der Nähe halfen Laura, die härtesten Tage während der Chemotherapie zu überstehen. Tage, an denen sie körperlich und geistig erschöpft war und nicht einmal mehr das Bett verlassen konnte. Ihre Töchter bastelten eine Papiergirlande und hängten sie in ihr Zimmer. Sie sollte Laura an den härtesten Tagen begleiten. Für jeden Tag ihrer Behandlung riss sie ein Kettenglied ab und konnte so sehen, wie viele Tage noch übrig waren. Irgendwann waren alle Kettenglieder abgerissen und die Chemotherapie war überstanden. Sie hatte einen weiteren wichtigen Meilenstein in ihrem Kampf hinter sich gebracht, hatte aber noch eine weitere Operation vor sich: die Brustrekonstruktion. Auch die nachfolgenden Monate waren schwierig. Die Schmerzen der Genesung nach mehreren Operationen verschlimmerten die physischen und emotionalen Auswirkungen der Chemotherapie. „Ich hatte noch keine Haare, und ich war die ganze Zeit sehr müde. Auch hatte ich etwas zugenommen. Aber ich war am Leben“, sagt Laura. „Ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut, aber ich war froh, dass ich noch hier war. Ich war so froh, mit meinen Kindern und meinem Mann zusammen sein zu können.“ Dann bekam die Familie die Nachricht, auf die sie gewartet hatten: Laura war offiziell krebsfrei. Tausende Emotionen überkamen Laura, von Erleichterung und Dankbarkeit bis hin zur Freude darüber, dass sie ein neues Leben hatte. Als nach und nach der Alltag wieder einzog, dachte Laura viel über die Veränderungen nach, die ihr Körper durchgemacht hatte. Neben all dem Guten, das eine Chemo bewirkt, tragen die Patienten auch langfristige Schäden davon. Sie wusste, dass sie sich ernsthaft mit körperlicher Bewegung beschäftigen musste, um ihre Kraft wiederherzustellen und sich wieder wie sie selbst fühlen zu können. Sie hatte es als einschüchternd empfunden und sich Sorgen gemacht, ob sie der Herausforderung gewachsen sein würde. Aber jetzt war alles anders. Krebs hatte Laura eine völlig neue Sichtweise darauf gegeben, wie viel der menschliche Körper durchhalten kann. Mit Nick und den Mädchen an ihrer Seite wusste sie, dass sie direkt die nächste Herausforderung angehen konnte. LAURA HATTE NEUE ZIELE UND MELDETE SICH FÜR EIN FITNESSSTUDIO AN. Laura meldete sich für ein Fitness-Bootcamp an. Vom ersten Tag an war sie voll dabei und besuchte fünf Tage in der Woche 45-minütige Trainingseinheiten. Sie sagt, dass sie es wie einen Job gesehen hat – wenn man keine Lust hat, muss man trotzdem gehen. Ein Jahr nachdem sie für krebsfrei erklärt wurde, war Laura so gut in Form wie nie zuvor. Sie hatte knapp 14 Kilo abgenommen, all ihre körperliche Kraft zurückgewonnen und noch einiges mehr. Sie setzte sich das Ziel, sich wieder wie ihr früheres Ich zu fühlen, gewann aber noch mehr dazu. Sie ist körperlich und emotional stärker und die Familie Woodward-Shaw ist enger verbunden denn je. 18

Miriam Silva: neue Wege beschreiten Miriam Silva verlor ihren Vater durch eine Krankheit, die hätte vermieden werden können und seinem Übergewicht geschuldet war. Dies konfrontierte sie mit der unangenehmen Wahrheit über ihr eigenes Leben. Wenn sich nicht etwas änderte, würde sie den gleichen Weg einschlagen. Miriam, die selbst zwei Töchter hat, konnte es nicht ertragen zuzusehen, wie ihr Leben den gleichen traurigen Lauf nahm. „Ich musste zusehen, wie der Zustand meines Vaters aufgrund seiner eigenen Entscheidungen immer schlechter wurde“, erinnert sich Miriam. „Nachdem er gestorben war, war ich wütend auf ihn, weil er sich nicht um seine Gesundheit gekümmert hatte, und wütend auf mich selbst, weil ich den gleichen Weg einschlug.“ Diese Geschichte kommt vielen Menschen in Südtexas nur zu bekannt vor. Weil über 30 % der Bevölkerung unter Fettleibigkeit leiden, hat das amerikanische Institut für Gesundheitsförderung (Institute for Public Health Promotion) Adipositas und Diabetes zu den größten Gesundheitsgefahren der Region erklärt. Ihre genetische Veranlagung und eine üppige Esskultur trugen dazu bei, dass auch Miriam dieses Problem bekam – und sie war entschlossener denn je, dies zu ändern. Während der Tod ihres Vaters noch frisch in Erinnerung war, wandte sich Miriam an einen vertrauten Ort, um die Hilfsmittel und Inspirationen zu finden, die sie brauchen würde, um ihr Leben zu verändern: Forever Living. Ihre Mutter war schon lange Zeit Forever Business Owner und so wuchs Miriam damit auf, dass die Firma finanziell einen lebensverändernden Einfluss auf ihre Familie hatte. Miriam machte daraus eine Familientradition und wurde selbst zum Forever Business Owner. „Bevor meine Mutter ihr Geschäft gründete, waren wir Bauern“, erzählt Miriam. „Forever zeigte meinen Eltern die Welt. Forever ist der American Dream.“ Miriam war fest davon überzeugt, dass Forever ihr Leben bedeutend verändern könnte, und zwar weit über den finanziellen Vorteil für die Familie hinaus. Forever könnte ihr dabei helfen, sich aus einer Situation zu befreien, in der sie schon viel zu lange gefangen war: der Bequemlichkeit und der Verleugnung. Sie machte zwar andere mit dem Geschäft bekannt, tat sich selbst aber schwer damit, die Angebote für einen gesünderen Lebensstil zu nutzen, und das musste sich ändern. „Ich habe mich nie aus eigenem Antrieb mit meiner Gesundheit beschäftigt“, gibt Miriam zu. Um ehrlich zu sein, mir war nicht bewusst, wie ungesund ich lebte. So ist das wohl, wenn man etwas verleugnet. Ich konnte keine Treppen steigen, ohne total erschöpft zu sein. Ich konnte meine Schnürsenkel nicht binden. Ich konnte keine einfachen Hausarbeiten erledigen, ohne mehrere Pausen einzulegen. Mit meinen Mädels Schritt zu halten war unmöglich. Ich war immer nur Zuschauerin. Vor etwa einem Jahr überprüfte mein Mann meine Ruheherzfrequenz und sie lag bei fast 100 Schlägen pro Minute.“ UM EHRLICH ZU SEIN, MIR WAR NICHT BEWUSST, WIE UNGESUND ICH LEBTE. SO IST DAS WOHL, WENN MAN ETWAS VERLEUGNET. 19

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