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Aloe Life Magazin 10

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„Die größten Berge

„Die größten Berge befinden sich in unserem Kopf“ Die neuesten Markenbotschafterinnen von Forever schreiben Geschichte und ebnen den Weg für eine neue Generation von Frauen, die es bis an die Spitze schaffen. 23 | AUSGABE 10

Für manche Menschen ist der Weg zur Verwirklichung ihrer Träume vergleichbar mit der Erschließung einer neuen Route durch die zerklüftete Felswand eines Berges. Von unten gesehen scheint es unmöglich. Aber es braucht nur eine Person, die ihre Steigeisen ins Eis gräbt und entlang der tückischen Kammlinie eines Berges wandert, um der Welt zu zeigen, dass es mehr als nur einen Weg zum Gipfel gibt. Nun, manchmal braucht es zwei Personen … Die Zwillingsschwestern Tashi und Nungshi Malik träumten seit ihrer Kindheit davon, echte Berge zu besteigen. Sie wussten, dass sie eines Tages den Mount Everest erklimmen würden und waren gerade einmal 21 Jahre alt, als sie als erste Zwillingsschwestern den 8848 Meter hohen Gipfel des höchsten Berges der Erde erreichten. Als Frauen aus Indien war ihr Weg an die Spitze schwieriger als bei den meisten anderen. Nicht wegen irgendwelcher Probleme am Berg, sondern wegen veralteter Vorstellungen darüber, was Frauen erreichen können oder wo sie hingehören. In ihrer Kindheit waren Nungshi und Tashi Malik nicht zurückhaltend, was ihre Ambitionen anging, aber sie mussten sich gegen den Teil der indischen Gesellschaft behaupten, der darauf beharrte, dass die Berge kein Ort für Frauen sind. Manchmal kam der Gegenwind von den Menschen, denen sie am nächsten standen. „Ich glaube, die größten Widerstände erfuhren wir zu Hause durch unsere Familie“, erinnert sich Tashi. „Viele unserer Verwandten waren sehr besorgt, unter anderem auch unsere Mutter. Wenn man zwei Töchter hat, die einen Sport betreiben wollen, der bekanntermaßen gefährlich ist, werden die Leute versuchen, einen davon abzuhalten.“ Den Schwestern wurde prophezeit, dass sie nicht in der Lage sein würden, das Gewicht ihrer Ausrüstung den Berg hinaufzutragen, und dass sie am Ende Gliedmaßen durch Erfrierungen verlieren würden. Auch wenn die Leute es nicht direkt sagten, hatten all diese Gespräche doch einen gewissen Unterton – Mädchen gehören nicht auf den Mount Everest. UNSER LEBEN WIRD IM VERHÄLTNIS ZUM EIGENEN MUT KLEINER ODER GRÖSSER“, SAGT NUNGSHI. „WIR BRAUCHEN DEN MUT, DIE BARRIEREN IN UNSEREN KÖPFEN ZU DURCHBRECHEN UND DIE BERGE IN UNSEREN HERZEN ZU BEZWINGEN.“ | AUSGABE 10 24

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